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Vermögens-Haftpflichtversicherung

Vermögens-Haftpflichtversicherung

Vermögensfolgeschäden als Folge von Personen- oder Sachschäden

Sie sind als sogenannte unechte Vermögensschäden nach AHB im Rahmen der vereinbarten Deckungssummen ohne weitere Begrenzung immer mitversichert.

Reine Vermögensschäden

Vermögensschäden, die sich weder auf Personenschäden noch auf Sachschäden zurückführen lassen, sind nach AHB nicht generell mitversichert.

Deckung besteht aber

  • Aufgrund besonderer Vereinbarung; z. B. durch Einschluss der „Besonderen Bedingungen für die Mitversicherung von Vermögensschäden in der Haftpflichtversicherung“ oder
  • Weil für einige Risiken von vornherein Vermögensschäden wie Sachschäden behandelt werden, z. B. in der Gewässerschaden-HV.

Abhandenkommen von Sachen

Der Verlust einer Sache wäre als Vermögensschaden einzuordnen, wenn nicht die AHB das Abhandenkommen von Sachen als eigene Schadenart ausdrücklich ausgeschlossen hätten. Soll daher auch dieses Risiko mitversichert sein, so bedarf es immer einer zusätzlichen Vereinbarung.

Allerdings ist eine Sache nur dann abhandengekommen, wenn der Besitz an ihr zwar entzogen, sie aber dennoch tatsächlich irgendwo unversehrt vorhanden ist und auch grundsätzlich wiedererlangt werden kann. Ist die abhandengekommene Sache dagegen beschädigt oder in ihrer Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigt worden, so liegt ein schon nach AHB generell versicherter Sachschaden vor.

Besonderheit: Abhandenkommen von Schlüsseln

Nur wenn das Abhandenkommen von Sachen bzw. speziell Schlüsselverlustschäden mitversichert sind, besteht Deckung aus der PHV, der generell auch die AHB zugrunde liegen.

Sind dagegen die Schlüssel des geschädigten Dritten z. B. durch einen gleichzeitig eingetretenen (vom VN verschuldeten) Personenschaden abhandengekommen, so sind Schlüsselverlust und Schlossauswechselung schon als Vermögensfolgeschaden nach AHB immer gedeckt.

Zusammenfassung

  • Vermögensschäden:
    weder durch einen Personen- noch durch Sachschaden entstanden
  • Abhandenkommen von Sachen:
    unfreiwilliger Besitzverlust einer Sache, die noch unversehrt vorhanden und auch grundsätzlich wiedererlangbar ist

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